Abschluss der Sonderprüfung GAG Chorweiler

abschluss der sonderpruefung gag chorweiler gag
Lena Teschlade
Lena Teschlade (Fotografin: Suanne Knoll)

Endlich haben wir Gewissheit: Der Kauf der 1200 Wohnungen in Chorweiler durch die GAG ist rechtlich nicht zu beanstanden. Das ist ein toller Erfolg unseres sozialdemokratischen Engagements in den letzten Jahren und ein klarer Auftrag an mich als Kandidatin.

Die Wohnblöcke an der Stockholmer Allee in Chorweiler waren im Kölner Norden berüchtigt und bekannt als Gebäude, in denen man sich lieber nicht aufhält. Mit Heuschrecken-Geschäftsmodellen wollten Investor*innen mit den Wohnungen große Rendite erwirtschaften, ohne die Bewohner*innen in Chorweiler im Blick zu behalten. So kam es zur Verwahrlosung und nach der Pleite der ehemaligen Eigentümerin schließlich zu einer Zwangsverwaltung der 1200 Wohnungen in der Stockholmer Allee, der Osloer Straße und der Göteborgstraße. Doch damit wollten sich insbesondere viele Sozialdemokrat*innen nicht zufrieden geben und haben sich bei der GAG für einen Kauf der Wohnungen eingesetzt. Am 02. Mai 2016 hat die GAG den Kaufvertrag unterzeichnet, um die damals 1200 zwangsverwalteten Wohnungen in Chorweiler zu übernehmen. 
 
Dieser Kauf wurde allerdings von Kleinaktionär*innen der GAG auf der Hauptversammlung 2019 beanstandet, die durch den Kauf eine negative Wirkung auf die Rendite ihrer Aktien befürchtet haben. Somit kam es zu einer gerichtlich angeordneten umfassenden Sonderprüfung des Kaufs durch eine international renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Das Ergebnis der Sonderprüfung ist klar: Der Kauf war wirtschaftlich und rechtmäßig!
Mit dem Kauf der Wohnungen in Chorweiler durch die GAG wurde ein Meilenstein in der Wohnungspolitik gesetzt.

Eine städtische Wohnungsgesellschaft, mit dem Auftrag bezahlbares Wohnen zu ermöglichen, darf soziale Themen in die wirtschaftliche Bewertung einfließen lassen. Es ist eine der schönsten Kölner Erfolgsgeschichten aus dem 21. Jahrhundert, die in den nächsten Jahren noch weitergeführt werden muss. Nachdem bereits in den letzten Jahren zahlreiche Sanierungsmaßnahmen an den Wohnblöcken durchgeführt wurden, werden in diesem Jahrzehnt 150 Millionen Euro in die Wohnungen und das Wohnumfeld investiert. Zudem wurde mit dem Umbau der zentralen Plätze (Liverpooler Platz, Pariser Platz und Lyoner Passage) auch die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum erhöht. Ein großer Dank geht dabei an Jochen Ott, Rolf Mützenich und viele andere, die sich seit Jahren für die Menschen in Chorweiler einsetzen. Das kann und darf aber nur der Anfang sein. Wohnungspolitik ist eines der wichtigsten Themen für den Kölner Norden und ich will mich für dieses Thema auch in der Zukunft starkmachen.  Es wurde viel erreicht, aber es gibt auch weiterhin viel zu tun. Packen wir es an!!

 

Auch lesenswert:  Silvester feiern - aber sicher