Bildungskatastrophe durch Schulrevolution verhindern

Bildungskatastrophe durch Schulrevolution verhindern

Wir leben in bewegten Zeiten, in denen wir vor zahlreichen Herausforderungen stehen. Die politischen Vertreter:innen der Grünen suchen darauf vornehmlich „grüne“ Antworten. Sie wollen klimapolitische Ziele verfolgen und den Planeten für die nächste Generation retten. Die Konservative hingegen wollen stabile Finanzen, in jedem Fall aber eine weitere Überschuldung der kommenden Generation verhindern. Die liberalen Kräfte setzen alles auf Digitalität. Sie wollen, dass die nächste Generation Apps programmieren und sich in der digitalen Welt selbstbewusst bewegen kann. Sie alle verfolgen wichtige Ziele, keine Frage. Diese Ziele teilt die SPD-Landtagsfraktion auch. Was sie alle jedoch vergessen, für all dies braucht es eine Voraussetzung – nämlich eine gute Bildung. Und an dieser fehlenden, guten Bildung werden womöglich viele der oben genannte Ziele zukünftig scheitern, wenn wir jetzt nicht eingreifen und schnellstens handeln.

Am 1. Dezember teilte das Ministerium für Schule und Bildung in einer Pressemeldung mit, dass der Lehrkräftemangel in NRW noch größer ist als bislang angenommen. Insgesamt fehlen Lehrkräfte im Umfang von über 8.000 Stellen. Die Zahlen der offenen Stellen haben sich im Vergleich zum 31.12.2021 in allen Bereichen deutlich erhöht. Die schlechten Zahlen überhäufen sich aktuell geradezu, denn auch die Ergebnisse der IQB-Studie verheißen nichts Gutes. Laut dem „IQB-Bildungstrend 2021“ haben sich die Kompetenzen beim Lesen, Zuhören oder auch Mathematik von Viertklässlern in NRW drastisch verschlechtert. Zudem, das zeigen andere Studien, steigt die Zahl der funktionalen Analphabeten. Angesichts des katastrophalen Lehrer:innenmangels, der IQB-Ergebnisse, aber auch der steigenden Anzahl an Kindern und Jugendlichen mit mentalen Problemen sowie Grundschulen, die weiße Flaggen hissen und vielen Lehrer.innen, die kurz vor dem Burn-out stehen, fragen wir uns als SPD-Landtagsfraktion, ob die Landesregierung die Dimensionen dieser Katastrophe überhaupt erahnt?  Wer soll angesichts des dramatischen Personalmangels im Bildungsbereich denn die Fachkräfte von morgen, also diejenigen, die wir auch für eine grüne Wende dringend benötigen, ausbilden? Wie können Veränderungen hin zu einem Schulsystem, das den Herausforderungen des 21. Jahrhundert gerecht wird, gelingen ohne Investitionen im Bildungsbereich zu tätigen? In der vergangenen Legislatur versprach das FDP-geführte Schulministerium „weltbeste Bildung“. Diese weltbeste Bildung ist der Grundstein, allen Herausforderungen unserer Gegenwart und Zukunft zu begegnen. Sie ist die Chance, unseren Planeten für die nächste Generation zu retten.

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Bildquelle: Pixabay

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