Chancengerechtigkeit durch Bildung

Bildung ist der Schlüssel für echte Chancengerechtigkeit. Aber welchen Zugang Kinder und Jugendliche zu Bildung haben hängt viel zu stark von dem Stadtteil ab, in dem sie aufwachsen, dem Einkommen ihrer Eltern und der Ausstattung der Schulen am Wohnort. Gute Bildung befähigt zur sozialen Teilhabe und ist das beste Mittel zur Prävention. Deswegen ist mein Ziel: Jedes Kind soll einen Schulabschluss schaffen. Dafür braucht es die passende Begleitung und Unterstützung für unterschiedlichste Situationen, durch Schulsozialarbeit, Familienbildung und vieles mehr. Denn Bildung ist mehr als nur Schule. Ich will Verbesserungen auf dem gesamten Bildungsweg erreichen, von der Kita über die Schule bis hin zum Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums. Das erreichen wir über eine bessere finanzielle, technische und personelle Ausstattung von Bildungseinrichtungen, aber auch durch individuelle Angebote zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die Stärken fördern und Schwächen ausgleichen. 

Die wichtigste Grundlage dafür ist: Bildung muss kostenlos sein – von der Kita bis zum Meister oder Uni-Abschluss. Dazu gehört auch ein kostenloser Ganztagsplatz für jedes Kind. Welchen Zugang Kinder und Jugendliche zu Bildung haben und für welchen Bildungsweg sie sich entscheiden, darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Es ist weiterhin so, dass Bildungseinrichtungen in ärmeren Stadtteilen weniger Mittel zur Verfügung haben und schlechter ausgestattet sind als solche in wohlhabenden Gegenden. Das gilt auch für Schulen in Chorweiler und Nippes und ist eine große Ungerechtigkeit des Bildungssystems. Dem müssen wir entgegenwirken, indem jetzt besonders in Schulen in benachteiligten Gegenden investiert wird, in neue Gebäude, bessere technische und sachliche Ausstattung und mehr Personal. Die Unterstützung muss dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht wird. 

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Alle Kinder und Jugendlichen haben ihnen eigene Fähigkeiten und Begabungen und lernen unterschiedlich. Bildung darf daher kein One-Size-Fits-All-Konzept sein, sondern muss Förderung und Unterstützung für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Lebenssituationen, mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen ermöglichen. Ergänzt werden sollen Bildungsangebote deswegen durch Instrumente wie Schulsozialarbeit und Familienbegleitung, Familienzentren an Schulen mit Angeboten der Familienbildung und Bildungslotsen, die Kinder und Jugendliche auf ihrem Bildungsweg unterstützen. Nach dem Schulabschluss fordere ich eine Ausbildungsgarantie, damit niemand den Anschluss verliert.

In der Bildungspolitik müssen Land und Kommunen zusammenarbeiten. Wir haben in Köln seit Jahren ein massives Problem mit dem Ausbau von Schulen und fehlenden Plätzen. Dieses Jahr finden wahrscheinlich zum ersten Mal nicht alle Kölner Kinder an weiterführenden Schulen in der Stadt einen Platz und müssen auf Schulen im Umland ausweichen. Die Versäumnisse im Schulbau lassen sich nicht von heute auf morgen beseitigen. Deswegen ist es umso wichtiger, dass alle beteiligten Stellen so schnell wie möglich handeln. Als Landtagsabgeordnete will ich mich dafür einsetzen, dass das Land alle seine Möglichkeiten ausschöpft, um die Stadt beim schnellen Ausbau von Schulplätzen zu unterstützen. 

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