Wie steht es um den Vollversorger in Fühlingen?

Vollversorger

Die fehlende Nahversorgung in Fühlingen ist ein Thema, das bereits seit mehreren Jahren die Fühlingerinnen und Fühlinger bewegt.  So wurde das Thema bei dem Stadtteilgespräch mit der Kölner Verwaltung im Februar 2018 in einer Auswahl von vielen verschiedenen Themen am stärksten priorisiert. Gerade im letzten Kommunalwahlkampf ist der Nahversorger in Fühlingen wieder heiß diskutiert worden. Wir wollen daher einmal aufzeigen, was der aktuelle Stand der Entwicklung ist und wofür wir uns als SPD einsetzen.

Die Grundlage für das Kölner Nahversorgungsnetz ist das Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Köln. In diesem Konzept werden ausführlich die Bedarfe der Bevölkerung berechnet und anhand dessen Empfehlungen für die Ansiedlung von Nahversorgern ausgesprochen. Im aktuellen Einzelhandels- und Zentrenkonzept wird die Versorgung in Fühlingen als „quantitativ deutlich unterdurchschnittlich“ beschrieben. Gleichzeitig wird aber auch auf die zu „geringe Einwohnerzahl für Eigenversorgung“ hingewiesen.

Für uns stellt die Nahversorgung in den Veedeln im Kölner Norden einen elementaren Baustein der klassischen Daseinsvorsorge dar. Zudem hat sich seit der letzten Aktualisierung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts einiges in und um Fühlingen verändert. Der Bau der Umgehungsstraße erhöht den Verkehr am Ortsrand Richtung Worringen und die Planungen für Kreuzfeld haben einen großen Entwicklungsschritt genommen. Gerade angesichts des Baus eines neuen Stadtteils und vieler weiterer Wohngebiete im Kölner Norden muss die Infrastruktur ausgebaut und wenn das nicht möglich ist, mindestens erhalten bleiben.

Auf Initiative der SPD hat sich die Bezirksvertretung daher bereits vor vier Jahren im Frühjahr 2017 mit der Ansiedlung eines Vollversorgers in Fühlingen beschäftigt. Wir haben zunächst eine Anfrage an die Verwaltung gestellt und dabei interessante Erkenntnisse gewinnen können. Die Stadt hat damals auf bereits angefangene Planungen für einen Perspektivstandort am nördlichen Ortsrand von Fühlingen gegenüber von der Unterkunft für Geflüchtete hingewiesen. Dabei wurde insbesondere auf das Ziel einer Ansiedlung eines Vollversorgers und keines Discounters hingewiesen. Zudem soll es auch die Möglichkeit zum Geld abheben geben, da es in Fühlingen keinen Geldautomaten gibt. Die Ausführungen haben uns überzeugt, weshalb wir die Ansiedlung eines Vollversorgers in Fühlingen an dem genannten Ort dann auch in der Bezirksvertretung beantragt haben. Nach einer kontroversen Diskussion in der Bezirksvertretung wurde ein Interfraktionelles Gespräch vereinbart, bei dem die Fraktionen sich zusammen mit der Verwaltung über den Standort unterhalten haben. Der Standort ist dank unserer Initiative Konsens in der Bezirksvertretung, aber leider kann der Standort bisher wegen personellen Engpässen in der Kölner Stadtverwaltung nicht geplant werden.

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Es gibt eine Prioritätenliste der Kölner Verwaltung, die verschiedene Bauprojekte im Kölner Norden nach ihrer Bedeutung priorisiert. Wir setzen uns dafür ein, dass der Vollversorger hochpriorisiert wird, damit die Planungen der Verwaltung für den Vollversorger schnellstmöglich beginnen können.